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Café Sokrates

28. September 2020 @ 18:30 21:00

„Krisen sind Prüfungen – unserer Werte, unserer Orientierungen, unserer Erkenntnisse und Handlungsmuster“

Jürgen Lindenhan – privat

Der griechische Philosoph Sokrates, hat die Menschen auf dem öffentlichen Marktplatz in philosophische Gespräche verwickelt. Seinem Beispiel folgend lädt Sie Dr. phil. J. Lindenhan ins Putjatinhaus ein, um gemeinsam zu diskutieren und über Herausforderungen der aktuellen Zeit zu sprechen. Ihre Fragen und Gedanken sind der Ausgangspunkt der Gespräche. Gemeinsam mit anderen werden Argumente ausgetauscht und lösungsorientiert besprochen.

Sokrates´ Gesprächstaktik, die sokratische Methode, besteht im hartnäckigen Nachfragen und in der Anleitung zur systematischen Begriffsanalyse. Dadurch sollen die Reflexionspotentiale und der Mut zum selbständigen Denken in den Gesprächspartnern geweckt werden, damit sie sich von oberflächlichen Meinungen befreien und die wahren Sachverhalten erkennen können. Im Unterschied zur konventionellen Wissensvermittlung belehrt Sokrates seine Dialogpartner nicht, sondern leistet ihnen nur beim eigenständigen Erkenntnisprozess „Geburtshilfe“.

Die Gründung der ersten philosophischen Cafés kann als Fortsetzung dieser sokratischen Tradition gesehen werden. Es existieren heute allerdings so viele verschiedene Formen der konkreten Durchführung solcher Cafés, dass sich kein einheitliches Konzept ausmachen lässt.

Nachdem Marc Sautet 1992 in Paris zum ersten mal zu einem Café philo einlud, werden heute weltweit in allen kulturell bedeutsamen Städten solche Gesprächsrunden organisiert. Ausgangs- und Endpunkt sollen immer die Fragen und Probleme der Teilnehmer sein.

Traditionelle Ziele sind:

  • Raum schaffen für systematische Reflexion und gemeinsames Sich-Beraten
  • fördern einer vernunftgeleitete Kommunikationskultur
  • selbständiges kritisches Denken und Argumentieren einüben
  • sich öffnen für differenzierterer Fremd- und Selbstverständnisse