Anno 2020 veranstalten der Förderverein Putjatinhaus e.V. und der Wunderhaus Verlag in Kooperation mit dem Zschachwitzer Dorfmeile e.V. die ersten Zschachwitzer Märchentage. Mit einem Mal- und Schreibwettbewerb, einem Herbstferien-Workshop und dem „Zauberhaften Zschachwitz“ am 12.12.2020 laden wir Sie ein in eine phantastische, magische Welt.

Informationen zum Programm und Veranstaltungen zu den Zschachwitzer Märchentagen 2020 finden Sie auch hier auf der Veranstaltungsseite.

Mal- und Schreibwettbewerb

Uns erreichten über 20 Einreichungen. Märchen, Geschichten, Zeichnungen und Bilder von Teilnehmenden aller Altersklassen. Wir wählten daraus die schönsten und passendsten Beiträge aus und gestalteten damit den Zschachwitzer Märchenkalender 2020.

Alle Teilnehmenden erhielten als Dank und Anerkennung einen Kalender, der mit einer kleinen Geschichte zu Kleinzschachwitz beginnt. Diese entstand in Zusammenarbeit mit dem Ortschronisten Gerd Scykalka.

Herbstferien-Workshop

In den Herbstferien 2020 veranstalteten wir, unter Beachtung der damals aktuellen Hygiene- und Abstandsregeln, den Workshop „Tausend und eine Nacht“. Die Teilnehmenden studierten an den Vormittagen der vier Veranstaltungstage Tanz-Choreografien mit orientalischen Elementen ein und bereiteten eine Aufführung am Abschlusstag vor. An den Nachmittagen wurden unter fachlicher Anleitung in einem Näh-Workshop die Kostüme für die Aufführung selbst entworfen und hergestellt.

Umrahmt wurde die Präsentation der Ergebnisse der beiden Workshops durch eine Märchenerzählerin, welche passend zu den Choreografien und Kostümen ein orientalisches Märchen erfand und zur Aufführung erzählte.

Märchen-Projektionen

An einige Häuserwände im Stadtteil wurden Scherenschnitt-Animationsfilme von Lotte Reiniger projiziert, darunter bekannte Klassiker wie das Märchen vom Aschenbrödel, Däumelinchen, Hänsel und Gretel oder das Tapfere Schneiderlein.

Ausstellungen

Im Zschachwitzer Lesepavillon am Lockwitzbach wurde eine Märchenbücher-Ausstellung installiert. Passant*innen konnten in eine bunte Auswahl von Märchenbüchern verschiedener Verlage reinlesen, die mit dünnen Drahtseilen gesichert waren.

In verschiedenen Schaufenstern von Gewerbetreibenden in Kleinzschachwitz, darunter zum Beispiel im Pfannkuchenhaus/Altkleinzschachwitz 1 aber auch in einem leerstehenden Raum im Einkaufszentrum „Zschach“ wurden Märchenfiguren ausgestellt, die in früheren Zeiten jährlich zur Weihnachtszeit im historischen Kaufhaus Günther ausgestellt waren.

Straßenaktionen

Mit zwei mobilen Teams auf zwei unterschiedlichen Routen waren wir im Stadtteil unterwegs. Eine Route führte nach Großzschachwitz, eine durch Kleinzschachwitz. Ausgestattet mit mobiler Technik blieben wir an Kreuzungen und gut einsehbaren Plätzen stehen, erzählten Märchen und Geschichten und brachten musikalische Beiträge.

Pro Route waren je zwei Künstlerinnen eingesetzt, die sich abwechseln oder aufteilen konnten. Künstlerinnen und Technikteams hatten vor dem Einsatz die Möglichkeit, sich abzusprechen. Da wir nicht absehen konnten, auf welche Umstände und Bedingungen wir stießen, hatten die Teams freie Hand zu entscheiden, ob sie an diesem oder jenem Ort, länger oder kürzer, nacheinander oder abwechselnd auftraten.

Aufzeichnungen

Wir baten alle Künstler, die in den mobilen Teams unterwegs waren, darum, ihre Beiträge aufzeichnen zu lassen, damit wir sie einem breiteren Publikum zur Verfügung stellen können. Dafür richteten wir im Putjatinhaus ein kleines Studio ein. Alle Künstlerinnen beteiligten sich daran. Aber das war noch nicht alles! Nicht alle ursprünglich geplanten Beiträge eigneten sich für eine spontane Aufführung. Auch diese Künstlerinnen haben wir eingeladen, die Möglichkeit für eine Aufzeichnung zu nutzen. So konnten wir auf dem Youtube-Kanal des Putjatinhauses noch weitere märchenhafte Beiträge veröffentlichen.

Alle Beiträge finden Sie auf der Playlist „Zschachwitzer Märchentage 2020“ auf dem Youtube-Kanal des Putjatinhauses.

Wir bedanken uns bei unseren Förderern und Unterstützern, ohne die die Zschachwitzer Märchentage 2020 nicht möglich gewesen wären.

  • Projekt: Kulturfestival
  • Zeitraum: Oktober bis Dezember 2020
  • Teilnehmende/Besuchende: ca. 500
  • Budget: ca. 10.000 Euro