Chor SINGASYLUM

Das Putjatinhaus startete im Juli 2015 mit einem internationalen Chorprojekt unter professioneller Chorleitung. Initiiert und organisiert von zwei Studentinnen der Sozialarbeit trifft sich der Chor SINGASYLUM jede Woche Montag 17.00 Uhr in unserem Haus. Der Chor ist offen für alle, Einheimische, Asylbewerber oder Migranten. Wer Lust am Singen hat und gemeinsam Lieder austauschen will, ist herzlich willkommen! Hier finden Sie den offiziellen Flyer.

Hintergrund

Soziokulturelle Zentren befassen sich intensiv mit dem Thema Asyl, wollen Angebote machen und ihren Beitrag leisten, für ein menschliches Miteinander. Anne Pallas, Geschäftsführerin vom Landesverband Soziokultur Sachsen e. V., dem auch das Putjatinhaus angehört, schrieb jüngst:

„Wenn bei uns Krieg wäre. Wohin würdest du gehen? Diese Frage stellt das kleine Büchlein der dänischen Autorin Janne Teller. Eine fiktive Geschichte, in der in Europa ein Krieg wütet und die Menschen nach Afrika flüchten lässt. Ein spannendes und sehr einfühlsames Gedankenexperiment, das uns vor Augen führt, was Flucht und den Verlust der Heimat eigentlich bedeuten. Warum auch immer Menschen ihr Land verlassen haben, welchen Asylstatus sie haben werden, ob in ihrem Land Krieg oder „nur“ Hunger herrscht, Unterdrückung oder Resignation, ob sie mit der ganzen Familie kommen oder nur einer sich auf den Weg macht, um für eine Chance zu kämpfen, spielt für das zivilgesellschaftliche Engagement keine Rolle. Menschen auf der Flucht sind immer in Not. Es ist ein Gebot der Menschenwürde sowie demokratischer und christlicher Werte, diesen Menschen die Hand zu reichen, sie aufzunehmen und willkommen zu heißen. Viele dieser Menschen werden in Ihre Heimat zurückkehren, andere werden bleiben und sich ein neues Leben in einer neuen Welt aufbauen müssen. Beide Wege beinhalten Chancen, dass auch wir an unserer Kultur und Zivilisation wachsen können. Ein heimkehrender Flüchtling wird immer auch ein Botschafter für sein Gastland sein. Ein dagebliebener wird seine Kultur, seine Arbeitskraft, seine Ideen einbringen. Wir wünschen uns, dass Menschen auf der Flucht Deutschland als ein gutes Land in Erinnerung behalten. Wir wünschen uns, dass wir Solidarität auch als Ausweis unserer Kultur verstehen und mit einem unverklärten Blick die Dinge anpacken.“